Einsätze 2025

F2: Küchenbrand im Restaurant in Morsum

02. November 2025 - 15:15 Uhr

Einsatzort: Morsum, Verdener Straße

Bericht zum Einsatz

Am 02. November 2025 wurden die Einsatzkräfte um 15:15 Uhr per Handy und Sirene zu einem Brand der Kategorie F2 in einem Restaurant an der Verdener Straße alarmiert. Bereits während der Anfahrt konnten die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs (TLF) sowie der Gemeindebrandmeister offene Flammen am Übergang zwischen der äußeren Dunstabzugsanlage und der Gebäudewand erkennen. Zudem war dichter Rauch sichtbar, was auf ein fortgeschrittenes Brandgeschehen hindeutete.

Der Betreiber des Restaurants und benachbarte Personen reagierten umgehend, indem sie Gasflaschen ins Freie brachten und versuchten, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Dabei wurden vier Personen Rauchgas ausgesetzt. Nach Eintreffen des Rettungsdienstes wurden diese Personen untersucht; eine Person musste zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Unmittelbar nach dem Eintreffen am Einsatzort begann das Team des TLF unter Atemschutz mit der gezielten Brandbekämpfung. Das offene Feuer konnte schnell gelöscht werden. Da die Holzbalkendecke weiterhin hohe Temperaturen aufwies, wurde diese geöffnet, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

Parallel dazu kontrollierte ein zweiter Trupp das Gebäude durch den Wohneingang auf eventuell anwesende Personen. Nachdem bestätigt werden konnte, dass sich niemand mehr im Gebäude befand, wurden Lüftungsmaßnahmen eingeleitet, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen.

Der Bereich oberhalb des Restaurants war durch den Brand stark verraucht. Zur Vermeidung verdeckter Glutnester wurde auch der Fußboden geöffnet. Wiederholte Temperaturmessungen mit der Wärmebildkamera zeigten zunächst keine offenen Flammen, jedoch weiterhin erhöhte Temperaturen. Während des Einsatzes wurde die äußere Dunstabzugsanlage von der Wand entfernt, um auch in diesem Bereich eine effektive Brandbekämpfung zu ermöglichen.

Die Wärmebildkamera entdeckte im Bereich der Dunstabzugsanlage immer wieder neue Glutnester, die jeweils sofort abgelöscht wurden. Erst nach einer halbstündigen Wartezeit ohne weitere Temperaturerhöhung konnte endgültig Entwarnung gegeben werden. Die Besatzung des Gerätewagen Messtechnik (GW Mess) des Gefahrgutzugs des Landkreises Verden führte während und nach dem Einsatz Messungen zur Gesundheitsgefährdung durch. Dabei wurde eine hohe Schadstoffbelastung im Inneren des Gebäudes festgestellt. Die betroffene Wohnung ist derzeit unbewohnbar und das Restaurant auf Grund der hohen Schäden nicht nutzbar, der Zutritt wurde untersagt.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Verdener Straße vollständig gesperrt werden. Nach Abschluss aller Nachlöscharbeiten wurde die Einsatzstelle ohne nennenswerte Restwärme an die Polizei übergeben. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Der Einsatz verlangte sowohl gezielte Brandbekämpfung als auch umfassende Kontroll- und Lüftungsmaßnahmen.

Text: Freiwillige Feuerwehr Morsum/Ahsen-Oetzen

Kräfte am Einsatzort

TSF-W Wulmstorf, TSF-W Beppen, TLF 16/25 Morsum, TSF-W Morsum, ELW 1 Thedinghausen, TLF 16/25 Thedinghausen, LF20 Thedinghausen, MTF Thedinghausen, GW-Mess Achim, SGW FTZ Verden, GBM, KBM, RTW, Polizei

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